Gegen Heuschnupfen vorgehen – eine Pollenmaske als Sofortmaßnahme

Heuschnupfen gehört zu den häufigsten Atemwegserkrankungen, die überwiegend mit Medikamenten behandelt werden. Eine Pollenmaske gegen Heuschnupfen ist eine Maßnahme, mit der sich sofort Linderung einstellt. Auch können Ihnen verschiedene Hausmittel sowie allgemein bewährte Tipps ebenso helfen, die Zeit der Pollen gut zu überstehen.

Feld mit Gräsern

Gegen Heuschnupfen beziehungsweise eine Pollenallergie ist es wichtig, dass die Therapie stimmt. Wird Heuschnupfen gar nicht oder falsch behandelt, kann das Risiko eines allergischen Asthmas steigen. Um die Symptome zu lindern, erhalten Sie unter anderem in Apotheken unterschiedliche Mittel wie Nasensprays, Tabletten und Augentropfen. Dauerhaft lässt sich Heuschnupfen jedoch nur mithilfe einer Hyposensibilisierung heilen.

Gröser in der Allergiesaison

Hausmittel zur Linderung der Allergie-Symptome

Neben Medikamenten, die antiallergisch wirken, können Sie allerdings auch gewisse Hausmittel nutzen, um Linderung zu bewirken. Zu den bewährten Hausmitteln gegen Heuschnupfen gehört beispielsweise ein Kochsalz-Dampfbad, das die Nasenschleimhaut befeuchtet. Hierdurch wird wiederum der Juckreiz verringert. Für das Dampfbad wird Wasser im Kochtopf zum Kochen gebracht. Anschließend werden etwa zwei Teelöffel Kochsalz eingerührt und aufgelöst. Den Kochtopf danach vom Herd nehmen und den salzhaltigen Dampf vorsichtig ungefähr zehn Minuten inhalieren.

Nasenduschen beziehungsweise Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen (selbst gemischt oder gekauft) spülen vorhandene Pollen zuverlässig heraus.

Ein angefeuchtetes Tuch auf die Augen gelegt, hilft Ihnen gegen den quälenden Juckreiz, der von den Pollen verursacht wird. Dafür wird einfach ein Tuch mit kaltem Leitungswasser getränkt und für mehrere Minuten aufgelegt. Sie können dem Wasser bei Bedarf auch etwas Augentrost hinzufügen.

Alltagstipps – wie Sie gegen Heuschnupfen vorgehen können

Es gibt zudem einige Maßnahmen, die Ihnen im Alltag helfen, die Pollenbelastung in Ihrem direkten Umfeld zu reduzieren:

  • Da sich Pollen besonders gerne in Haaren festsetzen, macht es Sinn, vor dem Schlafengehen den Kopf zu waschen. So müssen Sie die Allergene nicht die komplette Nacht einatmen.
  • Auf Ihrer getragenen Kleidung sammeln sich über den Tag Unmengen von Pollen. Deshalb ist es empfehlenswert diese nicht im Schlafbereich auszuziehen, sondern zum Beispiel im Bad. So können Sie Ihr Schlafzimmer weitgehend pollenfrei halten.
  • Der Pollenflug verteilt sich am Tag unterschiedlich. In ländlichen Regionen ist die Pollenbelastung früh morgens bis ungefähr 11 Uhr besonders stark, in urbaner Umgebung eher abends. Zu diesen Zeiten sollten Sie Fenster und beispielsweise Balkontüren geschlossen halten.
  • Möchten Sie trotz Heuschnupfen nicht auf Frischluft verzichten, sind Pollenfilter speziell am Schlafzimmerfenster eine Alternative. Die Filter werden, so ähnlich wie Fliegengitter installiert, und sollten unbedingt regelmäßig mithilfe von Wasser gesäubert werden – idealerweise mit Mundschutz.
  • Während der pollenreichen Zeit sollten Sie sämtliche glatten Flächen (Böden, Fensterbretter, Möbel) in den Schlaf-/Wohnräumen häufig mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei Polstern und Teppichböden eignet sich ein Allergiker-Staubsauger, der mit einem Feinstaubfilter ausgestattet ist und weniger Staub aufwirbelt.
  • Sorgen Sie grundsätzlich für einen allergiefreundlichen Wohn-/Schlafbereich, der wenig Teppiche, Polster und Textilien enthält, die Pollenstaub aufnehmen.

Tipps gegen Heuschnupfen im Straßenverkehr und beim Sport

Gerade im Straßenverkehr sind Symptome wie Niesen und tränende Augen dafür verantwortlich, dass Ihre Fahrtüchtigkeit herabgesetzt wird. Dadurch erhöht sich auch das Risiko für Unfälle. Als Autofahrer/-fahrerin sollten Sie schon bei geringen Beschwerden Medikamente gegen Heuschnupfen einnehmen. Die Fenster Ihres Fahrzeugs sollten zudem geschlossen bleiben. Des Weiteren sorgt eine Klimaanlage mit regelmäßig ausgetauschtem Pollenfilter dafür, dass Pollen den Innenraum nicht erreichen.

Outdoorsport sollte nur mäßig betrieben werden, da Ihr angegriffenes Immunsystem sonst zusätzlich belastet wird. Fahrradtouren an Gewässern oder am Meer sind zum Beispiel ideal. Sportliche Aktivitäten in bergigen Regionen können ebenfalls gereizte Schleimhäute und tränende Augen beruhigen, da Pollen meistens innerhalb der Täler bleiben. Nach einem längeren Sommerregen ist ebenfalls der optimale Zeitpunkt für Bewegung im Freien, da etliche Pollen weggewaschen sind.

Während der Allergiesaison und speziell bei hoher Pollenbelastung sollten Kontaktlinsen-Träger besser eine Brille nutzen. Brillen sind auch dann eine exzellente Alternative, falls Ihre Augen tränen und jucken oder Ihre Augenlider angeschwollen sind. Allergene verkleben die Oberflächen der Kontaktlinsen und wandern unter die Linsen, sodass Ihre Augen zusätzlich gereizt werden.

Die Atemschutzmaske gegen Heuschnupfen

Mann mit Pollenmaske

Gerade im Straßenverkehr und beim Sport, also Outdooraktivitäten, kann Ihnen eine Atemschutzmaske (Pollenschutzmaske) sofort Linderung verschaffen. Einfach angelegt filtert sie alle Pollen aus der Luft heraus und Sie atmen einen von Pollen (Allergenen) gereinigte Luft. Eine solche Maske gibt es in verschiedenen Ausführungen von günstig bis teuer.

In unserem Straßenbild sind solche Masken noch wenig zu sehen, in anderen Ländern (China, Polen), können Sie Menschen mit Masken viel häufiger beobachten. Die liegt natürlich auch an der höheren Umweltverschmutzung in diesen Regionen. Vereinzelt sind bereits in Deutschland schon Fahrradfahrer mit einer Atemschutzmaske im Stadtverkehr unterwegs.

Gesunde Ernährung beeinflusst Allergie-Symptome

Durch mehrere Studien wurde nachgewiesen, dass eine Ernährung mit reichlich Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien gegen Heuschnupfen schützen kann. Allergiker, welche sich hauptsächlich mediterran ernährten (überwiegend frisches Gemüse und Obst, Nüsse, Olivenöl und Fisch), entwickelten deutlich weniger Allergien oder Asthma-Symptome. Käse und Salami können dagegen Ihre Allergie Beschwerden eher verstärken.

Vorsicht ist allerdings geboten, falls eine Kreuzallergie auftritt: Patienten, die auf Hasel, Birke oder Erle allergisch reagieren, vertragen oft kein Kern-/Steinobst wie Kiwis, Birnen und Kirschen.

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